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Musical
für 1 Schauspieler und Band
Schnitzler
ist nicht Schnitzler, heisst nicht Schnitzler, sondern wird
als ein auf die fin-de-siecle-Rollen festgelegter Staatschauspieler
unter diesem von ihm verachteten Namen in Wien "gehandelt".
Regelmäßig liegt er auf der Couch seines Psychiaters, erzählt
von seinem verständnislosen Vater, den Aporien des Wiener Kulturlebens
und - last not least - seiner grossen Liebe, die er längst verloren
hat. Jetzt ist er mit Lis, der "passenden" Frau verheiratet:
filigrane Blumenmuster, selbst gebackene Vanillekipferln, gepflegte
literarische Gespräche. Schnitzler geht fort aus Wien. Hamburg
ist das Zauberwort: klare Worte, saubere Intonierung und Ingelore:
"Ich brauch's präzise, preussisch, protestantisch."
Das k a n n nicht gut gehen. Schnitzler verlässt
Hamburg. Zurück im (hass)geliebten Wien bleibt ihm wieder nur
die Feststellung:
Ich mag keinen Punsch, keine
Krapfen.
Kein Schnitzel, kein Kraut, kein
Dessert.
Ich hasse Psychiater. Ich hass meinen
Vater.
Nur Kipferln, die hass ich noch
mehr.
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